Wer seine Google-Rankings regelmäßig überwachen möchte, stößt früher oder später auf SerpWatch. Das Tool ist seit vielen Jahren am Markt und bietet neben dem eigentlichen Ranking-Tracking zahlreiche Auswertungen und Funktionen zur Verwaltung von Projekten.
Der SERP Checker verfolgt einen anderen Ansatz. Im Mittelpunkt steht nicht das möglichst umfangreiche Projekt, sondern die einzelne SERP-Abfrage. Keywords können unabhängig voneinander mit unterschiedlichen Regionen, Geräten und weiteren Parametern konfiguriert werden.
Doch welcher Ansatz ist für welchen Anwendungsfall sinnvoller?
Dieser Vergleich betrachtet SerpWatch und den SERP Checker nicht nur anhand von Funktionslisten und Preisen. Entscheidend sind auch Fragen wie: Wie werden Keywords organisiert? Wie flexibel lassen sich einzelne Abfragen konfigurieren? Wie tief kann eine SERP geprüft werden? Wie transparent ist die Aktualisierung? Und wie viele tatsächliche Abfragen erhält man für das jeweilige Kontingent?
Kurz gesagt: SerpWatch und der SERP Checker verfolgen unterschiedliche Ansätze. SerpWatch organisiert das Ranking-Tracking über Projekte. Beim SERP Checker steht die einzelne SERP-Abfrage im Mittelpunkt.
SerpWatch und SERP Checker im direkten Vergleich
| SerpWatch | SERP Checker | |
|---|---|---|
| Grundprinzip | Projektorientiertes Ranking-Tracking | Abfrageorientiertes SERP-Tracking |
| Keywords | Projektbezogen | Individuell je Zeile |
| Region | Über die Projektkonfiguration | Je Keyword konfigurierbar |
| Gerät | Über die Projektkonfiguration | Je Keyword konfigurierbar |
| SERP-Tiefe | Für das gesamte Projekt konfigurierbar | Je Keyword konfigurierbar |
| Wettbewerber | In Projekte integrierbar | Je Keyword steuerbar |
| Rankinghistorie | Vorhanden | 30-Tage-Historie je Keyword |
| Wettbewerbervergleich | Vorhanden | Auf Keyword-Ebene |
| Suchvolumen | Indikator vorhanden | in Planung |
| Aktualisierungsstatus | Statusanzeigen wie „Checking“ / „Updating“ | Tatsächlicher Aktualisierungszeitpunkt |
| Client Management | Je nach Tarif | Kein separates Agenturprodukt |
| White Label | Je nach Tarif | – |
| Serverstandort | – | Deutschland |
| Registrierung | Automatisiert | Account-Einrichtung per E-Mail |
| Abrechnung | Keyword-Check-Modell | Check-Modell |
Der erste Blick: SerpWatch bietet mehr Keyword Checks
Auf den ersten Blick scheint SerpWatch beim verfügbaren Volumen deutlich vor dem SERP Checker zu liegen.
Das ist auch so – zumindest, wenn man ausschließlich die Anzahl der Keyword Checks betrachtet.
SerpWatch gibt beispielsweise 7.500 Keyword Checks pro Monat an. Der SERP Checker bietet im vergleichbaren Advanced-Paket 450 Checks pro Monat beziehungsweise 45.000 garantierte Positionen bei einer Crawl-Tiefe von 100.
Der Vergleich ist allerdings nur sinnvoll, wenn man berücksichtigt, wie die jeweilige Einheit definiert ist.
SerpWatch bezeichnet seine Abrechnungseinheit ausdrücklich als Keyword Check. Die Zahl der möglichen Checks hängt dabei von der gewählten Crawl-Tiefe ab.
Bei einer Crawl-Tiefe von 10 ergeben sich aus 7.500 Keyword Checks:
7.500 × 10 = 75.000 Positionen
Wird die Crawl-Tiefe auf 100 erhöht, reduziert sich das entsprechende Kontingent auf 750 Keyword Checks:
750 × 100 = 75.000 Positionen
Beim SERP Checker werden im Advanced-Paket bei einer Crawl-Tiefe von 100 entsprechend 450 Checks und damit 45.000 garantierte Positionen erreicht.
Die Mengen im direkten Vergleich
| SerpWatch | SERP Checker | |
|---|---|---|
| Preis ohne Jahresbindung | 49 $/Monat | 29 €/Monat |
| Preis bei Jahresbindung | 29 $/Monat | 27 €/Monat |
| Keyword Checks / Checks bei Crawl-Tiefe 10 | 7.500 Keyword Checks | 4.500 Checks |
| Keyword Checks / Checks bei Crawl-Tiefe 100 | 750 Keyword Checks | 450 Checks |
| Garantierte Positionen bei Crawl-Tiefe 100 | 75.000 | 45.000 |
Damit ist die Sache zunächst eindeutig:
Beim reinen Volumen liegt SerpWatch vorne.
Und genau deshalb wäre es zu einfach, den SERP Checker lediglich über die Anzahl der verfügbaren Checks oder Positionen zu verkaufen.
Der interessante Vergleich beginnt erst danach.
Denn bei einem SERP-Tracker ist nicht nur entscheidend, wie viele Positionen theoretisch geprüft werden können.
Ebenso entscheidend ist, wie man diese Abfragen steuern kann, wie transparent die Ergebnisse sind und wie zuverlässig die Aktualisierung funktioniert.
Projekt oder einzelne SERP-Abfrage?
Der grundlegende Unterschied zwischen SerpWatch und dem SERP Checker liegt in der Organisation der Abfragen.
Bei SerpWatch steht das Projekt im Mittelpunkt.
Beim SERP Checker steht die einzelne Zeile beziehungsweise SERP-Abfrage im Mittelpunkt.
Das hat praktische Konsequenzen.
Beim SERP Checker können einzelne Keywords unabhängig voneinander konfiguriert werden. So kann beispielsweise ein Keyword für Deutschland auf Desktop abgefragt werden, während ein anderes Keyword gleichzeitig für Österreich auf Mobile geprüft wird.
Ein Beispiel:
| Keyword | Region | Gerät |
|---|---|---|
| Keyword A | Deutschland | Desktop |
| Keyword B | Deutschland | Mobile |
| Keyword C | Österreich | Desktop |
| Keyword D | Schweiz | Mobile |
Alle diese Abfragen können trotzdem gemeinsam in einem täglichen Job verarbeitet werden.
Das bedeutet: Die unterschiedlichen Einstellungen müssen nicht zwangsläufig über unterschiedliche Projekte abgebildet werden.
Warum die Konfiguration pro Keyword einen Unterschied macht
Bei einem projektorientierten Ranking-Tracker ist es naheliegend, eine Website anzulegen und für dieses Projekt Keywords, Regionen, Geräte und Wettbewerber festzulegen.
Das funktioniert gut, solange alle Keywords mit denselben Parametern überwacht werden sollen.
In der Praxis ist das aber nicht immer der Fall.
Vielleicht soll ein Keyword auf Desktop überwacht werden, ein anderes auf Mobile. Vielleicht ist für ein Keyword Deutschland relevant, für ein anderes Österreich. Und vielleicht sollen bei manchen Keywords Wettbewerber berücksichtigt werden, bei anderen dagegen nicht.
Beim SERP Checker können diese Einstellungen direkt bei der einzelnen Zeile vorgenommen werden.
Das ist kein Unterschied in der Frage, welches Produkt „mehr“ oder „weniger“ kann. Es ist ein Unterschied in der Struktur des Trackings.
SerpWatch denkt stärker in Projekten. Der SERP Checker denkt stärker in einzelnen SERP-Abfragen.
Auch eine eigene Domain ist nicht zwingend erforderlich
Beim SERP Checker muss nicht zwingend eine eigene Domain als Referenz hinterlegt werden.
Eine einzelne Zeile kann grundsätzlich auch dazu verwendet werden, die Rankings einer anderen Domain zu beobachten – beispielsweise die eines Wettbewerbers.
Das ist technisch nicht grundsätzlich einzigartig. Auch bei SerpWatch lässt sich eine Wettbewerber-Domain überwachen. Der Unterschied liegt vielmehr darin, wie schnell und unkompliziert eine solche Abfrage angelegt und mit individuellen Parametern versehen werden kann.
Beim SERP Checker erfolgt dies direkt auf Zeilenebene.
SERP-Tiefe: Top 10, Top 30 oder Top 100?
Nicht jedes Ranking-Tracking benötigt dieselbe Tiefe.
Wer lediglich wissen möchte, ob eine Website für ein Keyword in den ersten zehn Ergebnissen erscheint, benötigt keine vollständige Abfrage der ersten 100 Positionen.
Für andere Anwendungen kann es dagegen sinnvoll sein, auch Rankings außerhalb der Top 10 zu erfassen.
Der SERP Checker ermöglicht deshalb die Abfrage bis Position 100.
SerpWatch bietet diese Möglichkeit, die Crawl-Tiefe festzulegen, allerdings auf Projektebene.
SerpWatch: umfangreiche Projektübersicht
SerpWatch bietet eine umfangreiche Projektübersicht mit verschiedenen Kennzahlen.
Dazu gehören unter anderem:
- Average Position
- Keywords Moved Up
- Keywords Without Change
- Keywords Moved Down
- Keywords in Top 3
- Keywords in Top 10
- Keywords in Top 30
- Keywords in Top 100
Hinzu kommen historische Charts und weitere Auswertungen der erfassten Rankingdaten.
Eine Funktion, die ich dabei tatsächlich nützlich finde, ist die Anzeige eines Suchvolumenindikators. Er liefert keinen festen Suchvolumenwert, vermittelt aber eine Größenordnung und kann damit helfen, eine Keyword-Liste einzuschätzen.
Ebenfalls interessant sind die im Ranking-Chart angezeigten Google-Updates. Klickt man auf einen entsprechenden Eintrag, werden Informationen zum jeweiligen Update angezeigt.
Andere Auswertungen sind dagegen weniger eindeutig. Dazu gehört beispielsweise der von SerpWatch angezeigte „Project Monthly Value“. Dieser soll einen monatlichen Wert des Projekts darstellen. Wie aussagekräftig eine solche automatisch ermittelte Kennzahl für ein konkretes Projekt tatsächlich ist, muss jeder Nutzer selbst beurteilen.
Eine Beobachtung zur Entwicklung von SerpWatch
SerpWatch war in meiner eigenen Nutzung schon immer eher langsam. Eine Oberfläche darf für mich auch langsam laden, wenn anschließend aktuelle und zuverlässige Daten vorliegen.
Nach den Änderungen durch Google rund um die verfügbare SERP-Tiefe konnte ich zunächst beobachten, dass SerpWatch nur bis Position 10 trackte. In dieser Phase war die Oberfläche deutlich schneller und die Ergebnisse waren zuverlässig vorhanden.
Später wurde bei SerpWatch eine Einstellung eingeführt, mit der sich die Crawl-Tiefe wieder festlegen lässt.
Meine persönliche Beobachtung seit dieser Zeit: Die Oberfläche wurde mit der Zeit wieder zunehmend langsamer. Gleichzeitig traten später auch Probleme bei der Aktualisierung meiner Keywords auf.
Wichtig ist dabei die Unterscheidung:
Das ist eine zeitliche Beobachtung aus meiner eigenen Nutzung. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass die konfigurierbare Crawl-Tiefe die Ursache für die langsamere Oberfläche oder die späteren Aktualisierungsprobleme ist.
Aktualisierung: Wenn „Checking“ nicht bedeutet, dass ein aktuelles Ergebnis vorliegt
Hier liegt derzeit einer der für mich wichtigsten Unterschiede.
Ich nutze SerpWatch seit rund sechs Jahren. Zum Zeitpunkt dieses Vergleichs befinden sich in einem meiner Projekte 16 Keywords.
Von diesen 16 Keywords wurde im Laufe der letzten Wochen lediglich eines aktualisiert. Die übrigen 15 Keywords gar nicht. Trotzdem wird bei diesen Keywords weiterhin ein Status wie „Checking“ angezeigt.
SerpWatch-Projekt mit 16 Keywords, davon 15 seit längerer Zeit nicht aktualisiert

Ein solcher Status kann grundsätzlich bedeuten, dass eine Prüfung vorgesehen oder ein Prozess angestoßen wurde. Er dokumentiert jedoch nicht, wann das Keyword tatsächlich zuletzt aktualisiert wurde.
Genau diese Unterscheidung halte ich bei einem Ranking-Tracker für wichtig.
„No incidents reported“ – und trotzdem ausbleibende Aktualisierungen
SerpWatch verfügt über eine eigene Statusübersicht. Dort wird beispielsweise „No incidents reported“ angezeigt.
SerpWatch-Statusseite mit „No incidents reported“

Parallel dazu zeigen meine eigenen Projekte über einen längeren Zeitraum ein deutlich anderes Bild.
In meinen Projekten wurden über Wochen nur sehr wenige Keywords tatsächlich aktualisiert. Der überwiegende Teil blieb ohne neues Ranking-Ergebnis.
SerpWatch-Projekte mit ausbleibenden Aktualisierungen

Der Statusbalken vermittelt den Eindruck, dass eine Vielzahl von Keywords bearbeitet wurde und dass damit zu rechnen wäre, dass der Job innerhalb der angegebenen Zeit abgeschlossen wird.
Seit Wochen zeigt sich bei mir jedoch ein anderes Bild. Unabhängig davon, ob dort 500 oder 1.000 Minuten bis zur Aktualisierung angegeben werden: Fakt ist, dass in meinem Fall keine neuen SERP-Ergebnisse geliefert werden.
Auch hier gilt: „No incidents reported“ und Statusbalken bedeuten nicht zwangsläufig, dass kein einzelner Nutzer ein Problem haben kann. Die Statusseite dokumentiert lediglich, dass SerpWatch selbst zu diesem Zeitpunkt keine entsprechende allgemeine Störung ausweist.
Für mich als Nutzer bleibt die entscheidende Frage:
Sind meine Keywords tatsächlich aktualisiert worden?
Ein echter Aktualisierungszeitpunkt statt eines Status
Beim SERP Checker wird diese Frage anders beantwortet.
Für jedes Keyword wird der tatsächliche Zeitpunkt der Aktualisierung dokumentiert.
Statt eines Status wie „Checking“, „Updating“ oder „Preparing“ steht dort ein konkreter Zeitstempel.
SERP Checker mit Aktualisierungs-Timestamp

Das ist für mich ein wesentlicher Unterschied.
Ein Status beschreibt einen Zustand.
Ein Timestamp dokumentiert einen Zeitpunkt.
Und genau diese Information ist beim Ranking-Tracking entscheidend: Wann wurde dieses Keyword tatsächlich geprüft?
Der SERP Checker ist schnell – aber Geschwindigkeit ist nicht der entscheidende Punkt
Der tägliche Job des SERP Checkers wird in meiner bisherigen Nutzung sehr schnell ausgeliefert. Bisher hat es meines Erachtens noch nie länger als wenige Sekunden gedauert, bis der komplette Job vorlag.
Das ist angenehm, aber nicht der eigentliche Punkt.
Ich bin bei solchen Systemen relativ schmerzfrei, was Geschwindigkeit betrifft.
Wenn eine SERP-Abfrage 15 Sekunden benötigt, ist das für mich völlig akzeptabel.
Entscheidend ist:
Wenn das Ergebnis da ist, muss es aktuell sein.
Ein schneller Status ohne aktuelles Ergebnis ist weniger wert als eine langsamere Abfrage, deren Ergebnis tatsächlich zuverlässig vorliegt.
Regionale Einstellungen: Google.de, Google.com und das eigentliche Ziel
Ein weiterer Unterschied betrifft die Definition der regionalen Suche.
Bei SerpWatch können unter anderem Google-Domain und Land ausgewählt werden. Dadurch sind beispielsweise Kombinationen wie
- Google.de + Deutschland
- Google.com + Deutschland
möglich.
Beide Kombinationen können unterschiedliche Ergebnisse liefern.
Für mich war dabei nie vollständig transparent, welche konkrete Suchsituation mit einer solchen Kombination abgebildet wird.
Der SERP Checker verfolgt einen anderen Ansatz.
Hier wird die Zielregion direkt definiert, beispielsweise:
- Deutschland
- Österreich
- Schweiz
- Frankreich
Damit wird die regionale Ausrichtung der Abfrage unmittelbarer verständlich.
SerpWatch Auswahl Google-Domain und Land

SERP Checker Auswahl der Region

Gerade bei regionalem Ranking-Tracking ist diese Eindeutigkeit wichtig. Ein Ranking in Deutschland ist nicht dasselbe wie ein Ranking in Österreich, wo auch Deutsch gesprochen wird. Und eine Abfrage über unterschiedliche Google-Domains sollte für den Nutzer nachvollziehbar sein.
Bei SerpWatch gibt es Interpretationsspielraum, den es nicht braucht.
Suchmaschinen: Google, Bing und Yahoo
Ein Punkt, bei dem SerpWatch einen klaren Vorteil bietet, ist die Auswahl der Suchmaschinen.
Neben Google können mit SerpWatch auch Bing und Yahoo überwacht werden. Der SERP Checker konzentriert sich dagegen derzeit ausschließlich auf Google.
Für Nutzer, die mehrere Suchmaschinen parallel beobachten möchten, ist SerpWatch damit flexibler.
Für den klassischen SEO-Einsatz in Deutschland ist Google allerdings die entscheidende Suchmaschine. Google hat hier mit großem Abstand den größten Marktanteil. Der Schwerpunkt des SERP Checkers auf Google entspricht daher dem Anwendungsfall, für den das Tool konzipiert ist.
Wer dagegen bewusst Rankings auf Bing oder Yahoo überwachen möchte, findet diese Möglichkeit beim SERP Checker derzeit nicht.
Wettbewerber: mehr Möglichkeiten bei SerpWatch, aber auch höherer Abfrageumfang
Bei der Anzahl der Wettbewerber hat SerpWatch einen klaren Vorteil. Es lassen sich deutlich mehr Wettbewerber in ein Projekt aufnehmen. Beim SERP Checker sind dagegen maximal zwei Wettbewerber pro Keyword vorgesehen.
Das ist eine bewusste, praxisorientierte Begrenzung. Für die meisten Anwendungen reicht der Vergleich mit zwei Wettbewerbern aus. Wer dagegen regelmäßig eine größere Zahl von Domains miteinander vergleichen möchte, hat bei SerpWatch deutlich mehr Möglichkeiten.
Mit der Zahl der Wettbewerber steigt allerdings auch der Umfang der Keyword Checks.
Nehmen wir ein einfaches Beispiel:
- 10 eigene Keywords
- 9 Wettbewerber
- Crawl-Tiefe 100
Damit müssen für jedes Keyword insgesamt 10 Domains betrachtet werden. Bei einer Crawl-Tiefe von 100 entspricht das:
10 Keywords × 10 Domains × 10 SERP-Seiten = 1.000 Keyword Checks
Und diese 1.000 Keyword Checks werden tatsächlich verbraucht.
Das lässt sich bei SerpWatch bereits in der Vorschau des Projekts nachvollziehen.
Beim SerpWatch-Tarif mit 7.500 Keyword Checks wäre das Kontingent bei einem solchen Projekt damit bereits nach dem achten täglichen Abruf ausgeschöpft.
Das zeigt, warum die nominell hohe Zahl von 7.500 Keyword Checks immer im Zusammenhang mit der tatsächlichen Projektkonfiguration betrachtet werden muss.
Individuelle Wettbewerberauswahl
Hinzu kommt ein weiterer Punkt, der in der täglichen Arbeit relevant werden kann.
Bei SerpWatch werden die Wettbewerber zunächst auf Projektebene angelegt und anschließend den einzelnen Keywords zugeordnet beziehungsweise dort entfernt.
Das kann bei einem größeren Projekt schnell aufwendig werden. Nach meiner Erfahrung werden zuvor entfernte Wettbewerber bei bestimmten Änderungen und einem erneuten Speichern des Projekts wieder in die Keyword-Abfragen übernommen.
Damit muss die individuelle Zuordnung anschließend wieder nachgearbeitet werden.
Das ist besonders dann ungünstig, wenn man Wettbewerber bewusst nur bei bestimmten Keywords überwachen möchte – etwa um die Übersichtlichkeit zu verbessern oder den Abfrageumfang zu begrenzen.
Ein unterschiedliches Verständnis von Aktualisierung
Hier zeigt sich noch ein grundlegender Unterschied zwischen den beiden Systemen.
SerpWatch erlaubt es, die Aktualisierung eines Projekts zeitlich zu konfigurieren. Je nach Einstellung können beispielsweise bestimmte Zeitintervalle oder ein konkreter Zeitpunkt für die Prüfung vorgesehen werden. Ein Check kann zudem manuell beziehungsweise erneut angestoßen werden.
Das bietet viel Flexibilität.
Es bedeutet allerdings auch: Wer sehr häufig aktualisieren lässt, kann sein verfügbares Keyword-Check-Kontingent entsprechend schnell verbrauchen.
Der SERP Checker verfolgt bewusst ein anderes Modell.
Hier gibt es einen zentralen täglichen Job, der die Abfragen aller Nutzer einmal täglich verarbeitet. Die Aktualisierung erfolgt damit nicht individuell alle paar Stunden oder nach jedem erneuten Speichern eines Projekts.
Das ist weniger flexibel – und genau das ist beabsichtigt.
Der SERP Checker soll nicht dazu verleiten oder es ermöglichen, das eigene Kontingent durch wiederholte manuelle oder zeitgesteuerte Abrufe innerhalb kürzester Zeit aufzubrauchen.
Stattdessen gibt es einen festen täglichen Aktualisierungszeitpunkt. Für jedes Keyword wird anschließend dokumentiert, wann die Aktualisierung tatsächlich erfolgt ist.
Das ist deshalb ein interessanter Unterschied: SerpWatch bietet mehr Kontrolle darüber, wann und wie häufig ein Projekt geprüft wird. Der SERP Checker setzt dagegen auf einen zentral gesteuerten täglichen Abruf.
Was bedeuten 7.500 Checks tatsächlich?
SerpWatch kommuniziert beispielsweise ein Kontingent von 7.500 Checks pro Monat in seinem kleinsten Tarif.
Die Zahl klingt zunächst groß.
Entscheidend ist jedoch, was ein einzelner Check tatsächlich abdeckt und welche weiteren Parameter den Verbrauch beeinflussen.
Nehmen wir ein vereinfachtes Beispiel mit:
- 20 Keywords
- 2 Wettbewerbern
Bereits daraus entstehen zahlreiche einzelne Rankingabfragen.
Wenn zusätzlich tiefer als die Top 10 geprüft werden soll, wächst der Umfang der benötigten Daten entsprechend.
Bei einer beispielhaften Konfiguration kann man dadurch sehr schnell in eine Größenordnung kommen, in der ein Kontingent von 7.500 Checks pro Monat nicht mehr besonders groß wirkt.
Deshalb sollte man bei einem Preisvergleich von Ranking-Trackern nicht nur fragen:
„Wie viele Checks sind enthalten?“
Sondern:
„Was wird mit einem Check tatsächlich erfasst?“
Der entscheidende Unterschied: große Keyword-Menge oder gezielte Abfragen?
Die unterschiedlichen Kontingente werden vor allem dann verständlich, wenn man sich fragt, wie man einen SERP-Tracker tatsächlich nutzen möchte.
Wer über viele Jahre hinweg eine sehr große Zahl von Keywords in einem Projekt sammeln und diese regelmäßig überwachen möchte, kann mit SerpWatch interessant fahren. Die höhere Zahl an Keyword Checks ermöglicht es, viele Keywords dauerhaft und günstig im System zu halten. Auch die Möglichkeit, zahlreiche Wettbewerber einzubeziehen, spricht für diesen Ansatz.
Der SERP Checker verfolgt einen anderen Schwerpunkt.
Das größte Paket umfasst aktuell 30 Checks pro Tag. Diese lassen sich gezielt auf die einzelnen Keywords verteilen: Einige Abfragen können ohne Wettbewerber erfolgen, andere mit einem oder zwei Wettbewerbern.
Damit lässt sich mit 30 täglichen Abfragen bereits eine durchaus umfangreiche tägliche Datengrundlage aufbauen.
Die Frage ist deshalb weniger, welches Kontingent auf dem Papier größer ist, sondern welcher Einsatzzweck dahintersteht:
Möchte ich eine möglichst große Menge an Keywords dauerhaft im System halten und gelegentlich auf die Entwicklung schauen? Dann ist das größere Kontingent von SerpWatch interessant.
Oder möchte ich mit einer begrenzten Zahl gezielt ausgewählter Abfragen täglich arbeiten und diese Abfragen individuell konfigurieren? Dann ist das Modell des SERP Checkers interessant.
Beide Ansätze haben ihre Berechtigung. Entscheidend ist, welcher davon zur eigenen Anforderung passt.
Suchvolumen: Eine der nützlicheren Zusatzinformationen
Ein Punkt, den ich bei SerpWatch ausdrücklich positiv hervorheben möchte, ist der Suchvolumenindikator.
Er liefert zwar keinen exakten Suchvolumenwert, kann aber schnell vermitteln, ob ein Keyword überhaupt nennenswert gesucht wird.
Gerade bei größeren Keyword-Listen ist das praktisch.
Man sieht beispielsweise:
- Hier gibt es offenbar relevantes Suchinteresse.
- Hier ist das Suchinteresse eher gering.
- Dieses Keyword ist vermutlich interessanter als jenes.
Das ist eine sinnvolle Ergänzung zu den reinen Rankingdaten.
Der SERP Checker setzt aktuell einen anderen Schwerpunkt.
Auf der Keyword-Detailseite stehen vor allem die tatsächlichen Rankingdaten und deren Entwicklung im Mittelpunkt.
Die Detailseite kann künftig um weitere Auswertungen ergänzt werden. Entscheidend ist aber zunächst die Grundlage: zuverlässige und nachvollziehbare SERP-Daten.
Die 30-Tage-Historie des SERP Checkers
Auch der SERP Checker beschränkt sich nicht auf den aktuellen Rankingwert.
Für jedes Keyword steht eine 30-Tage-Historie zur Verfügung.
Dort lässt sich nachvollziehen, wie sich das eigene Ranking und die Rankings der beobachteten Wettbewerber entwickelt haben.
Damit ist der SERP Checker nicht lediglich ein Werkzeug, das einmalig eine Google-Suche durchführt.
Er verbindet die einzelnen SERP-Abfragen mit einer historischen Betrachtung der Entwicklung.
Client Management und White Label
Hier ist ein genauer Blick auf die unterschiedlichen Tarife notwendig.
Der SERP Checker ist aktuell kein separates Agenturprodukt. Er richtet sich als Single-User-Produkt an Nutzer, die ihre Rankings selbst überwachen möchten.
SerpWatch bietet dagegen in größeren Tarifen Funktionen für Agenturen und die Verwaltung von Kunden.
Ich selbst nutze einen älteren Tarif von SerpWatch, der entsprechende Client-Funktionen beinhaltet.
Das Client Management selbst hat dabei grundsätzlich funktioniert. Ein Kunde konnte einen eigenen Zugang erhalten und die entsprechenden Ergebnisse ansehen.
Bei der Einrichtung einer eigenen White-Label-Domain hatte ich allerdings praktische Probleme.
Für die Einrichtung musste zunächst ein CNAME in der Domainverwaltung gesetzt werden. Für die HTTPS-Verbindung war außerdem ein eigenes SSL/TLS-Zertifikat erforderlich.
Die von SerpWatch beschriebene Vorgehensweise funktionierte in meiner Infrastruktur nicht wie dokumentiert. Letztlich musste ich ein Zertifikat kaufen und die erforderlichen Bestandteile an den SerpWatch-Support übermitteln. Danach wurde die Konfiguration durch den Support umgesetzt und funktionierte.
Support-Kommunikation zur Einrichtung des White Label
I don’t use Cloudflare. I followed your instructions: grabbed the CSR, added the CNAME record, created the certificate for the subdomain and put the CRT into the still open box for SSL.
Daraufhin teilte mir der Support mit:
Can you send us your certificate including the certificate and key? I will try to install it on our server.
Der Support bat mich daraufhin, das Zertifikat einschließlich des privaten Schlüssels bereitzustellen, damit die Installation auf dem SerpWatch-Server vorgenommen werden konnte.
Nach Übermittlung der benötigten Dateien bestätigte der Support schließlich:
„We have resolved your SSL issue, please check and let us know if you have any other questions and concerns.“
Damit war die White-Label-Domain anschließend funktionsfähig.
SerpWatch und der Support
Eine weitere Veränderung, die ich über die Jahre beobachtet habe, betrifft den Support.
Früher gab es innerhalb des Trackers ein Chatfenster, über das man direkt Kontakt aufnehmen konnte. Die Anfrage wurde letztlich per E-Mail weiterbearbeitet.
Diese Möglichkeit gibt es heute nicht mehr in derselben Form.
Für Supportanfragen muss man auf die Hauptseite von SerpWatch wechseln, auf der auch die Neukundenakquise stattfindet, und dort Kontakt aufnehmen. Auf der Subdomain des Tools selbst wird kein Kontakt- oder Supportkanal angeboten.
Für mich ist das insbesondere deshalb relevant, weil ich aktuell wegen der ausbleibenden Aktualisierung meiner Keywords mehrfach Kontakt aufgenommen habe.
Was SerpWatch gut macht
Ein fairer Vergleich sollte auch die Stärken von SerpWatch nennen.
Dazu gehören aus meiner Sicht insbesondere:
- die umfangreiche Projektübersicht
- historische Ranking-Charts
- der Suchvolumenindikator
- die Google-Update-Markierungen
- Wettbewerbervergleiche
- verschiedene Ranking-Auswertungen
- Client-Funktionen für Agenturen in den entsprechenden Tarifen
SerpWatch bietet damit eine umfangreiche Oberfläche zur Verwaltung und Auswertung von Rankingdaten.
Die entscheidende Frage ist allerdings nicht nur, wie viele Auswertungen eine Oberfläche bietet.
Die entscheidende Frage ist:
Wie zuverlässig sind die Daten, auf denen diese Auswertungen basieren?
Für wen kann SerpWatch die passende Lösung sein?
SerpWatch kann insbesondere dann interessant sein, wenn sehr viele Keywords dauerhaft überwacht werden sollen und die projektorientierte Verwaltung zum eigenen Arbeitsablauf passt.
Wer beispielsweise eine große Zahl von Keywords überwachen möchte und dabei eine vergleichsweise geringe Crawl-Tiefe benötigt, kann mit dem entsprechenden SerpWatch-Tarif ein interessantes Preis-Leistungs-Verhältnis erhalten.
Auch die zusätzlichen Auswertungen und – in den entsprechenden Tarifen – Client-Funktionen können für Agenturen interessant sein.
Dabei sollte man allerdings genau prüfen, wie viele Checks der eigene Anwendungsfall tatsächlich benötigt.
Und man sollte sich bewusst sein, dass ein Ranking-Tracker auch dann regelmäßig kontrolliert werden sollte, wenn die Oberfläche einen automatischen Trackingprozess signalisiert.
Für wen ist der SERP Checker interessant?
Der SERP Checker ist vor allem für Nutzer interessant, die ihre SERP-Abfragen gezielt und unabhängig voneinander konfigurieren möchten.
Dazu gehören beispielsweise Nutzer, die:
- einzelne Keywords unabhängig voneinander konfigurieren möchten
- unterschiedliche Regionen innerhalb eines gemeinsamen Jobs überwachen möchten
- Desktop und Mobile unabhängig voneinander einsetzen möchten
- die Crawl-Tiefe pro Keyword festlegen möchten
- Wettbewerber nur bei ausgewählten Keywords berücksichtigen möchten
- einen tatsächlichen Aktualisierungszeitpunkt nachvollziehen möchten
- mit einer fokussierten Auswahl von Keywords täglich arbeiten möchten
Der SERP Checker versucht dabei nicht, möglichst viele Funktionen in einer Oberfläche unterzubringen.
Der Ausgangspunkt ist eine andere Frage:
Was muss ein SERP-Tracker zuverlässig leisten?
Die Antwort darauf ist zunächst sehr einfach:
Er muss die SERPs tatsächlich abrufen und nachvollziehbar dokumentieren.
SerpWatch oder SERP Checker?
Die Entscheidung hängt letztlich vom eigenen Anwendungsfall ab.
Wer eine projektorientierte Rankingverwaltung mit vielen Auswertungen und zusätzlichen Funktionen sucht, kann SerpWatch interessant finden.
Wer dagegen Wert auf individuell konfigurierbare Abfragen, regionale Präzision, eine frei wählbare SERP-Tiefe und einen tatsächlichen Aktualisierungszeitpunkt legt, sollte sich den SERP Checker genauer ansehen.
Dabei geht es nicht darum, welches Produkt mehr Funktionen auf seiner Website aufzählt.
Es geht darum, welches Produkt besser zur eigenen Arbeitsweise passt.
Der Unterschied in einem Satz
SerpWatch organisiert Ranking-Tracking über Projekte. Der SERP Checker organisiert Ranking-Tracking über einzelne SERP-Abfragen.
Und wenn es um die Aktualisierung geht, ist der Unterschied noch einfacher:
Nicht „Checking“, sondern ein tatsächlicher Zeitstempel.
Fazit
SerpWatch und der SERP Checker sind keine identischen Produkte mit unterschiedlichen Preisen.
Sie verfolgen unterschiedliche Ansätze.
SerpWatch ist projektorientiert und bietet zahlreiche Auswertungen rund um die erfassten Rankingdaten. Der SERP Checker stellt dagegen die einzelne SERP-Abfrage in den Mittelpunkt und ermöglicht eine unabhängige Konfiguration der einzelnen Keywords.
SerpWatch kann für Nutzer interessant sein, die sehr viele Keywords verwalten und eine umfangreiche Projektstruktur nutzen möchten.
Der SERP Checker richtet sich stärker an Nutzer, die Wert darauf legen, was genau abgefragt wird, wann es abgefragt wurde und welche Einstellungen für das einzelne Keyword gelten.
Für mich persönlich ist dabei nach mehreren Jahren SerpWatch-Nutzung vor allem eines entscheidend geworden:
Ein Ranking-Tracker muss nicht besonders schnell sein und auch nicht besonders viele Funktionen besitzen. Die Rankingdaten müssen zuverlässig und nachvollziehbar aktuell sein.
Genau darauf ist der SERP Checker ausgerichtet.
Link zur interaktiven Dashboard-Vorschau: Dashboard
Häufige Fragen zu SerpWatch und SERP Checker
Ist der SERP Checker eine Alternative zu SerpWatch?
Ja. Der SERP Checker ist eine Alternative für Nutzer, die SERP-Rankings individuell pro Keyword überwachen möchten und dabei besonderen Wert auf nachvollziehbare Aktualisierungen und regionale Einstellungen legen.
Was ist der wichtigste Unterschied zwischen SerpWatch und dem SERP Checker?
SerpWatch organisiert das Ranking-Tracking über Projekte. Beim SERP Checker wird jede einzelne SERP-Abfrage unabhängig konfiguriert.
Kann ich beim SERP Checker unterschiedliche Regionen für verschiedene Keywords verwenden?
Ja. Region und weitere Parameter können für jede einzelne Zeile unabhängig festgelegt werden.
Kann der SERP Checker bis Position 100 prüfen?
Ja. Die Crawl-Tiefe kann bis Position 100 eingestellt werden.
Kann ich Desktop und Mobile für unterschiedliche Keywords kombinieren?
Ja. Die Geräteauswahl kann für einzelne Keywords unabhängig voneinander vorgenommen werden.
Gibt es beim SERP Checker eine Rankinghistorie?
Ja. Für einzelne Keywords steht eine 30-Tage-Historie zur Verfügung, in der auch die Entwicklung beobachteter Wettbewerber dargestellt werden kann.
Zeigt der SERP Checker den tatsächlichen Zeitpunkt der Aktualisierung?
Ja. Die Aktualisierung wird mit einem konkreten Zeitstempel dokumentiert.
Ist SerpWatch besser oder schlechter als der SERP Checker?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Beide Produkte verfolgen unterschiedliche Ansätze und können für unterschiedliche Anforderungen geeignet sein.
Für wen kann SerpWatch die bessere Wahl sein?
SerpWatch kann insbesondere für Nutzer interessant sein, die viele Keywords projektorientiert verwalten möchten und zusätzliche Auswertungen sowie – abhängig vom Tarif – Client-Funktionen benötigen.
Für wen ist der SERP Checker besonders interessant?
Der SERP Checker ist besonders interessant für Nutzer, die einzelne Keywords unabhängig voneinander konfigurieren und die tatsächliche Aktualisierung ihrer SERP-Daten nachvollziehen möchten.
Wo werden die Daten des SERP Checkers verarbeitet?
Der SERP Checker wird auf Servern in Deutschland betrieben.
Wie wird der SERP Checker abgerechnet?
Aktuelle Preise und Abfragekontingente: Preisliste
